hhLaurin und seine Freundin, Leonie, Max, Hanjo und ich haben am Samstag versucht, die schöne Hansestadt durch Clowns-Vorführungen (Leonie) und Artistik zum Lachen, Staunen und Spenden zu bringen. Leider hat sich das Klischee des höflich-distanzierten Hanseaten ein wenig bestätigt, nur die Kinder waren wirklich klasse (was größtenteils an Leonies tollem Spiel undder Idee, Knetluftballons zu basteln, lag).

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Freitag geht es nun los zum Vorbereitungsseminar an der Odenwaldschule. Pablo, unser “Chef”, hat dementsprechend auch die “heiße Phase der Vorbereitung” ausgerufen. Es wird also langsam ernst…

I see friends shaking hands, saying “how do you do”, they really say, “I…I love you”…

Hilmar und Christina…so setzte Christina einer im Vorfeld wahnsinnig anstrengenden, aber dafür umso schöneren Veranstaltung ein würdiges Ende. Am Dienstag habe ich mit 30 beteiligten Mitschülern eine Art “Illustren Abend” bei uns in der Schulaula durchführen dürfen, bei der diese gesungen, musiziert und geschauspielert haben. Im Vorfeld ging schief, was schief gehen konnte. Die komplette Technik für meine Präsentation fiel aus, das Bühnenbild war zu dünn und riss beim Malen durch und die Lehrer hatten bis kurz vor der Veranstaltung Zeugniskonferenzen (und waren daher bis auf den Schulleiter gar nicht vertreten). Das die Veranstaltung dann doch noch ein voller Erfolg wurde, lag vor allem daran, dass wir wirklich unglaublich gute Beiträge hatten. Nach meiner (dann nur noch mündlichen) Präsentation rockte Hilmars Band die Menge, Marthe begeisterte die Menge mit Friedemanns Unterstützung am Klavier durch Soul und Amelies klassisches Quartett sorgte mit Schuberts Werk für Cello, Geige, Gitarre und Querflöte mehrmals für eine willkommene Abwechslung. Anschließend spielten Kerry und Lukas nochmal ihr witziges “Schiller-QuartettTheater”- nur diesmal mit vertauschten Rollen. Lenas Interpretation von Ain’t no sunshine war bestimmt nur auf mich gemünzt ;-D und Dominik präsentierte sein neuestes Bass-Solo. Das neueste Loriot-Stück von Theresa und Judith war  so originaltreu, dass Christian nach dem Konzert ungefähr 150 Fotos von Theresa als Ehefrau gemacht hat. Christina schaffte es sogar, einen Song der Kelly Family gut klingen zu lassen und beendete das Konzert mit dem oben zitierten Stück aus Jamaica. Zum Schluss wurden wir alle auf die Bühne gebeten um Stay von Krezip mitzusummen.

alleFür mich war das Konzert nicht nur deswegen ein voller Erfolg, weil die Anwesenden sich alle so großzügig gezeigt haben (ich habe fast 330 Euro eingenommen, trotz der überschaubaren Zuschauerzahl! Danke!) und weil ich soviel Unterstützung von meinen Freunden erfahren habe. Es war für mich irgendwie auch der wirkliche Abschied von der Cäci. Ich verbinde mit der Cäci so viele geile Abende, Fahrten, Konzerte, Proben, auch Freunde, dass mir das irgendwie nicht leicht fällt. Heute morgen sind Jendrik und Kerry nach Freiburg gefahren, es wird also langsam ernst.

 jendrik, christian und kerryIch hatte so eine Situation ja auch schon vor meinem Austauschjahr in Amerika. Da wusste ich aber, dass nach dem Jahr noch 2 volle Jahre Oberstufe mit meinen Freunden auf mich warten. Das hat das ganze einfacher gemacht, auch wenn man da natürlich auch nicht wissen konnte, dass das nach dem Jahr noch alles so gut klappt mit uns.

Andererseits habe ich im Jahr in Amerika ja auch die Erfahrung gemacht, wie geil so ein Jahr sein kann. Meine Vorfreude wird langsam immer größer. Morgen bin ich mit Hanjo, Mitja, Marie, Max und Leonie in Hamburg, und sogar mein Mit-Freiwiliger Laurin aus Hessen macht mit. Er und seine Freundin kommen dann mit zu mir und fahren am nächsten Tag weiter ins Emsland. Ich erwarte also ein richtig spannendes Wochenende… und die Woche drauf gehts ja schon zum Vorbereitungsseminar nach Heppenheim.

Hanjo aus der Nähe von Hamburg ist am Freitag zu mir gekommen um gemeinsam den Oldenburgern bewusst zu machen, wie gerne sie unseren Freiwilligendienst unterstützen würden. Das gestaltete sich schwieriger als gedacht, aber der Reihe nach.Durch Zufall kennt Hanjo eine Bekannte von mir, sie sind beide Fans der Band FOTOS (?, mehr als den Namen kenn ich bis jetzt auch noch nicht von denen) und Annika wohnt eben in der Nähe von mir auf dem LAND. Auf dem Weg zu ihr Kuhnäherten wir uns einer Horde Kühe, die einfach auf dem Feldweg standen. Wir waren irritiert, beschlossen aber trotzdem, an ihnen langsam vorbeizufahren. Die Kühe machten uns aber einen Strich durch die Rechnung. Sie bemerkten uns und trampelten hysterisch weg von uns, immer in Richtung der Bundesstraße. Leicht beunruhigt fuhren wir zum nächsten Bauernhaus um Bescheid zu sagen, dass die Kühe Reißaus genommen haben. Wie die Wahnbeker eben so sind, wurden wir gleich zur Rettungsaktion der Kühe mit einbezogen und unter Einsatz unseres Lebens (oder so) wurden auch die meisten Kühe wieder eingefangen. Auch am nächsten Tag versuchten wir, ein wenig zu helfen, dafür spendete der Bauer jedem von uns 10 Euro.

Das Spendensammeln am nächsten Tag verlief etwas schleppender, dafür hat es aber auch viel Spaß gemacht. Hanjo hat von den Leuten viel Anerkennung für sein wirklich gutes Devilstickspielen bekommen, insgesamt wareDevilstickn die Leute aber weniger aufgeschlossen als zum Beispiel in Stuttgart. Zur Verteidigung der Oldenburger muss man aber sagen, dass das Wetter auch schlechter war (und der Vfb Oldenburg vom Gewinnen einer Meisterschaft wirklich meilenweit entfernt ist). Ich hab versucht, ein bisschen Saxofon zu spielen, aber der Wind hat meine Arbeit durch ständiges Wegblasen der Noten erfolgreich sabotiert.

Noch ein Gedanke zum Spendeverhalten der Leute: Die Menschen, die viel gespendet haben (mehr als 2 Euro), haben sich durchweg nicht genau erkundigt, wofür sie eigentlich spenden; die, die sich sehr für unsere Arbeit interessiert haben, spendeten meist 1 Euro oder weniger. Was das jetzt genau bedeutet, weiß ich aber auch nicht.

Nächste Woche gehts in Hamburg weiter, mit fast allen Hamburgern. Man darf gespannt sein. Jetzt am Dienstag findet erstmal eine Veranstaltung in der Cäcilienschule statt, wo Freunde von mir musikalisch und schauspielerisch auftreten werden und so um Spenden für meine Arbeit bitten werden.

Hier Hanjo mit seinem Devilstick in der Oldenburger Fußgängerzone auf youtube:

Nun scheint es endgültig zu sein – Ich werde Ende August in die Dominikanische Republik ausreisen, vorraussichtlich am 20. . Im Mittelpunkt meiner Bemühungen steht nun das Fundraising. Anfang Juli wird es bei mir an der Schule wohl eine Art “Illustren Abend” geben, wo Freunde von mir & ich auf der Bühne stehen werden und an dessen Schluss es auch die Möglichkeit geben wird zu spenden.

Das Vorbereitungsseminar geht am 21. Juli los.

Irgendwo zwischen dem 12. und dem 28. August dieses Jahres werde ich ein Freiwilliges Soziales Jahr in Lateinamerika oder Afrika mit der Weltweiten Initiative für Soziales Engagement absolvieren.

Ich will versuchen, das Erlebte hier möglichst ausführlich darzustellen, und natürlich auch viele Bilder zu posten (bzw. auf meine Bilder bei flickr zu verweisen).

P.S.: Die Bilder stammen vom Marine Biology Trip nach Key West vom Frühling 2005…

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