Ein Kind schlendert an einem dominikanischen Strand entlang. Badeshorts, Flip-Flops, weißes T-Shirt. Es sind viele Menschen am Strand, manche baden, manchen flirten, andere sitzen. Das Kind beachtet sie aber nicht besonders, nur ab und an wirft es einen Blick auf vorbeiziehende Passanten. Manchmal wirft es einen Stock ins Wasser, dann lässt es sich plötzlich in den warmen Sand fallen, ab und an fängt es an zu rennen. Es spaziert durch seinen Ort, kauft sich eine Mango und ist die folgende Stunde damit beschäftigt, sich die Fäden aus den Zähnen zu ziehen. Dann kommt der, wie sagt man noch so schön, große weiße Vogel.

Es ist schön, wieder in Deutschland zu sein. Es ist immer noch recht warm, die Familie grillt sogar zusammen im Garten und es schneit ein wenig. Lauf schnell los, möchte man dem Kind zuschreien, lass dich in den sattgrünen Rasen fallen und klau einen Apfel aus Nachbars Garten. Finde Freunde, mit denen du dich hauen kannst, hänge sinnlos vor irgendwelchen öffentlichen Gebäuden herum und fahr mit deinen Freunden laut hupend auf einem Roller im Moor herum, denkt man.

Aber das Kind kann dich schon längst nicht mehr hören.